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Sonnenfinsternis - Fotos mit einfachen Mitteln

In vier Wochen ist es wieder so weit, in Deutschland ist eine teilweise Sonnenfinsternis sichtbar - zumindest, wenn das Wetter mitspielt. Bei Fred Espenak gibt es eine interaktive Karte, mit deren Hilfe man die Daten für jeden Ort der Erde ermitteln kann: einfach an den gewünschten Ort zoomen und Cursor setzen :-) .

Beobachtung

Erfahrungen von der ringförmigen Sonnenfinsternis in Spanien im Oktober 2005

Teilweise Abdeckung ringförmige Sonnenfinsternis Oktober 2005
Teilweise Abdeckung ringförmige Sonnenfinsternis Oktober 2005

Die totale Sonnenfinsternis von 1999 in Süddeutschland ist für mich weitgehend - wetterbedingt - ins Wasser gefallen, und so hab ich mir im Jahr 2005 die Chance nicht nehmen lassen, wenigstens die ringförmige Sonnenfinsternis in Spanien zu beobachten und fotografieren; Brille und Filterfolie für das Objektiv hatte ich ja noch :-) .

Verwendet hatte ich damals meine Nikon FM2 mit einem 200ASA Farbnegativ-Film und einem Sigma MF APO 7,2/500mm Teleobjektiv.

Ausrüstung für ringförmige Sonnenfinsternis in Spanien
Ausrüstung für ringförmige Sonnenfinsternis in Spanien
Zu sehen hier ist der ausgeschnittene Zeichenblock-Karton, den ich als Blendschutz angebracht hatte, um im Sucher was zu sehen und die Filterfolie vor dem Objektiv, dazu hatte ich mir einen End-Deckel für Abwasser-Rohr besorgt, diesen innerhalb des Rohrduchmessers vollständig ausgeschnitten und die Folie auf den nach außen überstehenden Rand geklebt.

Grundsätzliches

Welche Brennweite brauche ich? Dazu gilt die Daumenregel: pro 100mm Brennweite bildet sich der Sonnendurchmesser mit knapp 1 mm (0,95mm) auf dem Sensor ab. D. h.: bei 1200mm Brennweite wird ein Vollformat-Sensor in der Breite zur Hälfte ausgenutzt, für einen APS-C Sensor bräuchte man für die halbe Bildgröße dann eben 800mm Brennweite. Die hier gezeigten Bilder entsprechen einer Brennweite von rd. 1000mmm auf Vollformat (entsprechend zugeschnitten).

Maximum der ringförmigen Sonnenfinsternis 2005
Maximum der ringförmigen Sonnenfinsternis 2005

Bei einer Blende 11 hatte ich je 3 Aufnahmen gemacht (analoges Zeitalter: es gab noch kein Histogramm an der Kamera ;-) ): 1/15, 1/60 und 1/250 sec. Die obere Aufnahme gibt ein Beispiel für 1/15sec. mit etwas überstrahlter Umgebung der Sonne, die Aufnahme vom Maximum ist mit 1/60 sec. entstanden. Entscheidend ist hier die Durchlässigkeit der Filterfolie bzw. des verwendeten Filterglases.

Trackbacks

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Kommentare

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Stephan Werberger am :

Der Artikel macht "Hunger". Ich hab mir jedenfalls schon mal den Termin eingetragen - vielen Dank für den link auf Fred Espenaks Site. Vielleicht spielt das Wetter ja mit und unser Dinkel hat eine lange Brennweite für mich an diesem Tag. Welchen Filter hatten Sie verwendet? Ich mache mir Sorgen den Sensor (Nikon D300) durch zu viel Licht dauerhaft zu beschädigen. Haben Sie Erfahrungen dazu? Mit freundlichen Grüßen aus München Stephan Werberger

bilddateien am :

Zum Filter ist ein Beitrag in Arbeit - "hängt" an meiner derzeit lausigen Internetverbindung ... Zum Sensor: hier ist m. E. ein deutlicher Vorteil von DSLR zu Spiegelloser: der Sensor wird nur während der (kurzen) Belichtungszeit dem Licht ausgesetzt - mit kurzen Zeiten anfangen, Histogramm beobachten und "rantasten". Trotzdem werde ich diesmal wohl meine Micro-Fourthird Olympus PEN einsetzen, denn die hat den anderen Vorteil: wenn was schiefgeht, dann raucht der Sensor ab und nicht das Auge ;-) - nein, das war nicht gemeint: der Verlängerungsfaktor macht aber aus 500mm echter Brennweite einen Meter. Grüße Bernhard

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