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Sonnenfinsternis - Fotos mit einfachen Mitteln - Teil 3

Sonnenfinsternis - oder lieber Sonnenfotografie?

Der 20. März, der Tag der in ganz Deutschland sichtbaren partiellen Sonnenfinsternis, rückt näher. Noch ist das Wetter unklar, in den Tagen davor scheint ein Tiefausläufer vorbeizuziehen (zumindest hier in SW-Deutschland). Und weil meine letzte Sonnenfinsternis noch "im analogen Zeitalter" stattgefunden hat, hab ich schon mal angefangen zu testen.

Sonnenfleckengruppe 2297 mit Sigma 7,2/500 APO
Sonnenfleckengruppe 2297 mit Sigma 7,2/500 APO

Für solche Tests bietet sich die Sonnenscheibe selbst an, denn immer wieder zeigt sie einzelne oder Gruppen von Sonnenflecken, aktuelle Informationen dazu findet man auf einer gemeinsamen Webseite von NASA und ESA.

Abbildungsqualität von Objektiven und Filter

Testanordnung

Wie in Teil 2 dieser Artikelserie schon beschrieben, arbeite ich mit einem selbstgebauten Folienfilter.
Weiter stehen mir - passend dazu - zwei Objektive zur Verfügung: ein Danubia 8/500 ("Wundertüte"-Bauart) und ein Sigma 7,2/500 APO.

"Wundertüte"
"Wundertüte"

Sigma 7.2/500 APO
Sigma 7.2/500 APO
Getestet wurde an einer Olympus E-P3 Systemkamera, die mit einem Adapter von Novoflex an die Nikon-Anschlüsse der Objektive angeschlossen wurde. Fokussiert habe ich manuell über den elektronischen Aufstecksucher bei 5-facher Vergrößerung des Sucherbildes.
Die Kamera-Objektiv-Kombinationen stehen jeweils auf einem Wolf-Holzstativ mit einem Manfrotto-Neiger 701HDV. Ausgelöst wird über einen Kabelfernauslöser. Die Bilder wurden nicht runtergerechnet, sondern die lange Seite auf 2048px (rd. 50%) beschnitten.

Sonnenfleckengruppe 2297 mit "Wundertüte" 8/500
Sonnenfleckengruppe 2297 mit "Wundertüte" 8/500

Testergebnisse

  • Offenbar hat der Folienfilter trotz seiner einfachen Bauart nicht den entscheidenden Einfluß auf die Bildqualität - zumindest bei den eingesetzten Optiken.
  • Das mit der "Wundertüte" aufgenommene Bild zeigt die Sonnenfleckengruppe in der linken Bildhälfte deutlich weniger scharf abgebildet als das Vergleichsobjektiv. Besseres Fokussieren war nicht möglich, da der Fokus-Ring "am Anschlag" stand.
  • Das mit der "Wundertüte" aufgenommene Bild zeigt außerdem am rechten und linken Sonnenrand deutliche Farbränder, die bei der Vergleichsaufnahme mit dem Sigma-Objektiv fehlen.

Ich habe mit jedem Objektiv mehrere Aufnahmen gemacht und die jeweils schärfste davon ausgewählt, da sich eine leichte Luftunruhe bereits störend bemerkbar machte.

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Trackbacks

bilddateien.de am : Sonnenfinsternis 2015 - eine Nachlese

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Kommentare

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cjb am :

Zitat: "Besseres Fokussieren war nicht möglich, da der Fokus-Ring "am Anschlag" stand." Meiner Erinnerung nach ist der Unendlich-Anschlag bei diesem Objektiv so eingerichtet, daß er über unendlich hinausgeht, um eventuelle Toleranzen bei der Kombination Kamera-T2-Adapter-Objetkiv ausgleichen zu können. Man müßte also an einem anderen geeigneten Objekt vorab die korrekte Stellung ermitteln, an dem das Objektiv auf unendlich eingestellt ist, bevor man es für die Sonnenbeobachtung benutzt.

bilddateien am :

danke, das hätte ich auch erwartet - eigentlich. Dann habe ich wohl ein Exemplar, das sehr unglückliche Toleranzen hat, denn es wird definitiv - wenn man den Fokusring von "unendlich" in Richtung "nah" dreht - nur gleichmäßig unschärfer. Das Sigma dagegen hat eine saubere Stelle maximaler Schärfe kurz vor "unendlich".

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